158,9

Personen betrug der Wanderungsgewinn der 18- bis 24-Jährigen je 1.000 Einwohner dieser Altersgruppe für die kreisfreie Stadt Münster im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2013. Damit wies Münster den höchsten Wanderungsgewinn aller im Wegweiser Kommune enthaltenen Kommunen auf.

Dieser als Bildungswanderung benannte Indikator gibt Auskunft über die Attraktivität einer Kommune für Studierende und Auszubildende. Ein Wanderungsgewinn liegt vor, wenn die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen positiv ist. Ein Wanderungsverlust liegt vor, wenn diese Differenz negativ ist.

Für Münster wird die Einführung der Zweitwohnsitzsteuer im Jahr 2011 diesen hohen Wert mit begünstigt haben. Aufgrund von Zweitwohnsitzsteuern melden sich Studierende vermehrt in ihrer Universitätsstadt mit Hauptwohnsitz an um diese Steuerzahlung zu umgehen. Dies führt im Gegenzug zu einem statistischen Verlust der betreffenden Einwohner in ihrer Herkunftskommune.

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Über den Autor

Project Managerin im Programm „LebensWerte Kommune“ der Bertelsmann Stiftung. Studienschwerpunkte ihres Soziologiestudiums waren neben der Demografie, die Wissenschafts- und Technologiepolitik und die Sozialstrukturanalyse. Schon vor ihrer Arbeit in der Bertelsmann...

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