Datenportal Wegweiser Kommune erhält German Design Award 2022

Pünktlich zum 15. Geburtstag konnte der Wegweiser Kommune in diesem Sommer nach einem umfänglichen Relaunch mit neuem Design und einer deutlich weiterentwickelten Nutzerführung online gehen. Vorbereitet durch mehrere Labs wurde unser kommunales Datenportal komfortabler und übersichtlicher gestaltet. Für die bisher 2 Millionen Nutzer:innen, die insgesamt 15 Millionen Mal Seiten im Wegweiser aufgerufen haben, wurden neue Anwendungsmöglichkeiten entwickelt. 

Der Wegweiser Kommune hat in seinen 15 Jahren ganz unterschiedliche kommunale Entwicklungen transparent gemacht und vielfältige Impulse gesetzt. Dabei hat er selbst zahlreiche Weiterentwicklungen durchlaufen – so ist er in diesem Sommer nach einem umfänglichen Relaunch in neuem Design online gegangen. In mehreren Labs wurde gemeinsam mit Nutzer:innen neue Funktionen diskutiert, die es allen Interessierten noch einfacher machen soll, unser Datenportal zu nutzen. 

 

Auszeichnung für den Wegweiser Kommune 

Die erweiterten Funktionalitäten und das neue Design wurden gemeinsam mit ]init[ entwickelt und umgesetzt. Der neue Look scheint nicht nur bei unseren Nutzer:innen gut angekommen zu sein: Der Wegweiser wurde aktuell mit dem German Design Award 2022 in der Kategorie „Excellent Communication Design: Web“ ausgezeichnet. Die Fachjury überzeugte das „sachlich-klare, hochfunktionale, und maximal inhaltsorientierte Look und Feel“ mit dem „Politik, Planungskräfte und Bürger:innen kommunale Entwicklungen besser verstehen, und so die Lebensverhältnisse vor Ort faktenbasiert verbessern können“. Der German Design Award ist ein international anerkannter Premiumpreis des Rats für Formgebung, der jährlich für bemerkenswerte Designleistungen vergeben wird. 

 

Relaunch mit vielen neuen Funktionen 

Ziel des Relaunches war es, das Datenportal noch nutzerfreundlicher zu gestalten und Nutzer:innen mehr Möglichkeiten zu bieten, mit den Daten zu arbeiten. In der neuen Version lassen sich nun die Daten der einzelnen Themenbereiche individuell und flexibel miteinander verschneiden. Neue interaktive Visualisierungen (Graphen und Karten) ermöglichen bessere Analysen und Vergleiche der Daten:  

  • Nutzer:innen können Daten für etwa 3.000 Städte und Gemeinden in Deutschland (> 5.000 Einw.) auswählen und mit Daten zum Landkreis oder Bundesland vergleichen.  
  • Dabei stehen über 350 Indikatoren aus unterschiedlichen Themenfeldern wie beispielsweise Arbeitsmarkt, demografischer Wandel oder Finanzen, in Zeitreihen zur Verfügung.     
  • Zu den Themenbereichen Bevölkerung und Pflege wird eine Vorausberechnung bis 2030 angeboten (derzeit ist eine Neuberechnung in Arbeit).  
  • Die  Demografietypisierung analysiert Kommunen auf Basis ausgewählter Indikatoren und leitet für 11 unterschiedliche Typen Herausforderungen, Potenziale, Prioritäten und Handlungsempfehlungen ab.   
  • Und für den schnellen Einstieg können Daten für die eigene Kommune zu unterschiedlichen Themen in einem Bericht heruntergeladen werden. 

 

Zukunftsorientiert durch Open Data 

Ein weiterer Schritt in der Erneuerung ist die Bereitstellung der Daten als „Open Data“ über technische Schnittstellen unter der Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0Wir wollen damit für mehr Transparenz und Partizipation in Politik und Gesellschaft werben und als gemeinnützige Stiftung dazu selbst einen Beitrag leisten.  Auch der frisch geschmiedete Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung beinhaltet diesbezüglich einige deckungsgleiche Ziele im Bereich Open Data und Open Government als Teil ihrer Digitalisierungsstrategie.  

 

Ausblick  

Bereits seit 2006 bietet der Wegweiser Kommune eine fundierte Grundlage für Planungen und Strategieentwicklungen und hat als Datenpool bereits zu zahlreichen Studien (auch international) beigetragen. Der diesjährige Relaunch unterstreicht die zukunftsorientierte Entwicklung des Portals als wichtiges Instrument für Politik und Forschung. Der Wegweiser Kommune wird auch zukünftig durchgehend weiterentwickelt, z.B. durch die Erarbeitung neuer Indikatoren und interaktiver Funktionen, um weiterhin Akteure vor Ort bei ihren aktuellen Herausforderungen mit Fakten zu unterstützen. Die Nutzung der offenen Daten für andere digitale Anwendungen ist durch entsprechende Schnittstellen nun noch einfacher zu realisieren. 

Und: Wir freuen uns über neue Ideen zur Nutzung der Daten,

Visualisierungen oder weitere Funktionalitäten!  

 

Bildnachweis: Bertelsmann Stiftung



Kommentare

  1. / von Andreas Tiefensee

    Im Hinblick auf die unverändert stattfindende Netto-Abwanderung aus der Region in die großen Städte und Metropolregionen ist eine Aktualisierung der
    Bevölkerungsvorausberechnung pro Kommune dringend notwendig.

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