Das Foto zeigt den Infostand zu VR auf der rp16.
Sehen und virtuelle Welten - schon bald Realität?

Virtuelle Realität – virtual reality – ist das ein neuer Hype, den man schon bald wieder vergessen kann? Ich glaube nicht. Auf der rp16 – sie wird immer gerne als die größte Bloggermesse bezeichnet, finden sich dieses Jahr viele Spuren, dass es kein Hype ist, sondern künftig fester Bestandteil unseres Lebens sein könnte.

Ein Indiz für mich: das ZDF etwa als öffentlich-rechtliches Fernsehen nimmt VR zum Anlass, mal einen Blick in die Zukunft zu riskieren, wie „Fernsehen“ künftig aussehen könnte.

Das Foto zeigt den Infostand zu VR auf der rp16.
Sehen und virtuelle Welten – schon bald Realität?

Testen neuer Welten 

Die Besucher der rp16 haben die Möglichkeit, das auf dem Infostand zu testen. Hinter den lustigen Tiermasken verbergen sich virtuelle Brillen. Man kann also die Maske aufsetzen zudem auch Kopfhörer und ab geht es in eine neue Dimension: die 360 Grad Videos im „innern“ der Brillen versetzen den Betrachter in einen unendlichen Kosmos. Der Raum und die Zeit, in der man sich „real“ befindet verschwinden. Ich habe es ausprobiert und war megafasziniert: da entstehen Bergwelten ohne Boden, ich erlebe Vulkanausbrüche und fahre Bergpisten hinunter oder fliege bodenlos mit riesigen Vögeln durch die Luft. Es ist dabei wahnsinnig schwer das Gleichgewicht auf dem echten Boden zu behalten. Faszinierend, in welche Vorstellung man hier aufbrechen kann. Und wird.

Hier mal ein kleiner Einblick in die Zuschauermenge, die das neue Erleben ausprobieren wollte. Die Filme selbst kann ich mit der Kamera nicht aufnehmen:

Brille für die Zukunftsschau

Ein jeder sollte einmal die Gelegenheit wahrnehmen und durch solch eine „Brille“ in die Zukunft schauen – und sich verzaubern lassen. Denn das ist ein zweiter Indikator dafür, dass VR (virtuelle Realität) keine Spinnerei bleibt, sondern sich Bahnen brechen wird: Die Testpersonen sind allesamt völlig begeistert, erstaunt und inspiriert von dem Ermöglichen neuer Zusammenhänge, neuer Perspektiven und auch die Veränderung des Raumes an sich. Es scheint ein menschliches Bedürfnis nach Bewusstseinserweiterung zu bedienen.

Virtueller Blick in Stadtentwicklung 

Warum ich darüber hier in einem kommunalen Blog schreibe? Weil ich der Auffassung bin, dass VR ein ganz hervorragendes Medium sein könnte, wenn es um künftige Stadtentwicklung geht. Hier ist eine technische Option entstanden, die Visionen von Städten und ihre notwendige Flexibilität und ihr Wachstum vorausschauend darstellen kann. Und das im eigentlichen Sinne: vorausschauend. Planungsvorhaben könnten so sichtbar werden, die Vorstellung entsteht konkret. In der Schweiz etwa werden die Umrisse geplanter Neubauten mit Umrissen und Stangen gekennzeichnet, die sogar erkennbar machen, wie weit ein Haus später in die Höhe ragen wird. Wie viel mehr Chancen auf Vorstellung und Vorausschau könnte so eine virtuelle Realität mit sich bringen? Und wie könnte man da die Menschen in einer Stadt ganz anders erreichen und in den Entscheidungsprozessen transparent mitnehmen? Für mich steht fest: ich bin begeistert und würde das gerne mal ausprobieren, auf dem Weg zur nachhaltigen smart City. Geht sicher ganz hervorragend auch mit offenen Daten.

Über den Autor

Bis Oktober 2016 war sie Projektmanagerin im Programm „LebensWerte Kommune“ in der Bertelsmann Stiftung und schrieb im Blog rund um die Themen zu Digitalisierung, Industrie 4.0, Kommunalpolitik im weitesten Sinne,...

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