Das Foto zeigt das Logo von Smart City Wien auf einem Stadtplan.

// Wien hat die Nase vorn 

Wir schauen in diesen Tagen einmal über die Landesgrenzen hinaus und informieren uns in der Stadt Wien, was „SmartCity“ dort ausmacht. Wien ist in Europa eine der führenden Städte, wenn es um ein digitales Stadtkonzept mit seinen zahlreichen Facetten wie Open Data, Open Government, eine digitale Agenda sowie Dialog und Partizipation mit den Bürgern der Stadt geht. Längst ist das umfassende digitale Konzept der österreichischen Stadt zu Smart City so gefragt, dass es in der Lage wäre, der altehrwürdigen Mozartkugel den Rang abzulaufen. Und schön auch: Gerade hat die Digitale Agenda der Stadt den Publikumspreis von Politik.de in Deutschland erhalten. Gratulation.

Das Rathaus in Wien.

// von Wien lernen 

Wir konnten verschiedene Termine hierzu wahrnehmen, die Stadt Wien ist sehr offen, was den Austausch angeht. Auch die Geschichte der Kontaktaufnahme passt ins Bild, sie ist schnell und modern erklärt: Ich hatte einen Vertreter der Stadt Wien auf einem Kongress erlebt und ihn direkt über Twitter angefragt, ob wir uns einmal zu Smart City austauschen könnten. Die Antwort kam prompt: ja, wann? So einfach geht das über die Social Media, die Menschen vernetzen. So einfach ist das, wenn auch die Mitarbeiter als Botschafter für ihre Stadt unterwegs sind.  

„Smart City“ ist in alle Munde, aber was heißt das konkret für Wien?Diese Frage bewegt nicht nur die Wiener, sondern viele Kommunen auch in Deutschland. Deshalb fragen viele Interessierte in Wien nach. Die Antwort der Verwaltung in Wien lautet: auf diese Frage gibt es nicht „die eine“ Antwort, es werden immer viele Antworten sein. Die Vielfalt der Ansätze macht Smart City aus, die hat Wien jetzt in einer einzigartigen Rahmenstrategie aufgesetzt.  Damit hat sich Wien eine Wirkungsstrategie erarbeitet, die das Denken und Handeln insgesamt in Richtung intelligente Stadt führt aber allen Mitwirkenden dabei ihren eigenen Weg finden lässt. Intelligent als Strategie, die sich deutlich abhebt von der bekannten Tradition der einzelnen kommunalen Leuchtturmprojekte.

// die intelligente Stadt 

Die Idee geht zurück auf den Wiener Bürgermeister, Dr. Michael Häupl. Er und damit Wien hat sehr früh die Notwendigkeiten erkannt, die globalen Impulse mitzudenken und auf Handlungsmöglichkeiten der Stadt hinzuwirken. Der Wiener Weg als Smart City beruht auf einem sparsamen Umgang mit Ressourcen, insbesondere, um etwa CO2-Emmissionen und die Abhängigkeiten von knapper werdenden Ressourcen zu reduzieren. Gleichzeitig verfolgt man das Ziel eine hohe Lebensqualität und soziale Teilhabe aufrechtzuerhalten und zu steigern. Das in einer Stadt, die stetig wächst, derzeit leben rund 1,8 Millionen Menschen in Wien. Wien setzt auf Veränderung durch Innovation und eine aktive Gestaltung. Die Ansätze sind in der benannten Rahmenstrategie für alle Fachbereiche zusammengefasst. Sie sind Wirkungsrichtlinie für das gesamte Handeln in der Stadt, alle ziehen hier am gleichen Strang und haben so ein gemeinsames Ziel, wohin sich die Stadt entwickeln soll.

// Bürger wirken mit 

Und das nicht nur in der Verwaltung und im Verwaltungshandeln. Auch die Bürger wurden und werden in einem sehr ambitionierten Prozess immer wieder mit ins Boot geholt. Gerade läuft etwa die Bewertung der Digitalen Agenda Wien, an denen sich die Menschen direkt beteiligen können. Der Entwurf ist in einem breiten Beteiligungsprozess entstanden und steht in einer nächsten Runde jetzt wiederum zur Diskussion. Auch jetzt können die Wienerinnen und Wiener teilhaben und den Umgang der Stadt Wien mit digitalen Technologien und den sich daraus ergebenden Herausforderungen mitgestalten. Kommunikation wird groß geschrieben in der Stadt. Das, was die Bürger zu sagen haben, wird ernst genommen. 

// schon mal zum Einlesen

Spannend ist auch die Kommunikation an sich, hier mit der eigenen Webseite der Verwaltung, die sehr umfassende Infos bietet: wien.at. 

Spannend ist auch die Vielzahl der Apps, die für Wien entstanden sind.

Dies soll ein erster Eindruck sein, in Kürze mehr Details.

Foto: Anke Knopp

 

 

Über den Autor

Bis Oktober 2016 war sie Projektmanagerin im Programm „LebensWerte Kommune“ in der Bertelsmann Stiftung und schrieb im Blog rund um die Themen zu Digitalisierung, Industrie 4.0, Kommunalpolitik im weitesten Sinne,...

2 Kommentare

Kommentar verfassen

Bitte füllen Sie alle Felder aus: