Das Bild zeigt den Schriftzug "Dialog aller Beteiligten".

Update vom 20. Juni 2015: die Thesenpapiere sind nun alle verlinkt, sie finden sich unter den Schwerpunkten weiter unten: 

In den letzten Monaten haben wir uns sehr intensiv mit folgenden Fragestellungen beschäftigt: Was wollen wir mit unserer Arbeit erreichen? Wie stellen wir uns eine innovative, inklusive Kommune der Gegenwart vor? Wie sieht die „Kommune der Zukunft“ aus?

Als gemeinnützige Stiftung wollen und müssen wir unsere Ziele transparent machen. In einem breit angelegten Prozess haben wir daher Thesenpapiere zu verschiedenen kommunalen Themen erstellt. Sie sollen die inhaltlichen Standpunkte der Stiftung verdeutlichen. Dabei sind sie nicht als Dogma zu lesen. Vielmehr sollen sie als Anregung zur Diskussion sowohl in den Kommunen als auch zwischen der Stiftung und kommunalen Akteuren verstanden werden.

Die kommenden Wochen möchten wir nutzen, mit Ihnen in die Diskussion zu kommen, indem wir Thema für Thema auf dieser Seite veröffentlichen. Den Start bildet dabei heute die übergreifende Präambel. Den Endpunkt bildet unser Leitbild für die „Kommune der Zukunft“.

PRÄAMBEL

KOMMUNEN SCHAFFEN ZUKUNFT

Die Wurzeln unserer Demokratie liegen in der Kommune. Ob und wie das Zusammenleben in unserem Gemeinwesen gelingt, wie sich die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für den Einzelnen gestaltet, das entscheidet sich in erster Linie in den Kommunen, in der gelebten Nachbarschaft der Bürger. Städte, Gemeinden und Kreise sind Orte gelebter Gemeinsamkeit, über alle Generationen, soziale, ethnische und religiöse Hintergründe hinweg.

Demographischer Wandel, Globalisierung, knapper werdende Ressourcen und eine zunehmende soziale Spaltung der Bevölkerung konfrontieren Kommunen dabei mit ständig neuen Herausforderungen.

Bürger, Zivilgesellschaft und Wirtschaft sowie Rat und Verwaltung, aber auch Bund und Länder sind gefordert, gemeinsam die Zukunft ihrer Kommunen zu gestalten.

Die Bertelsmann Stiftung setzt sich ein für

generationengerechte Kommunen, die demographische Entwicklungstrends antizipieren und ihr Handeln an langfristigen Konzepten ausrichten,

aktivierende Kommunen, die gemeinsam mit Bürgern, Zivilgesellschaft und Wirtschaft die eigenen Chancen identifizieren und die gemeinsame Zukunft in enger Kooperation gestalten,

solidarische und sozial vorsorgende Kommunen, die zum Beispiel durch eine vorsorgende Familien-, Bildungs- und Seniorenpolitik die Grundlage für sozialen Zusammenhalt schaffen,

welt- und europaoffene Kommunen, die den abstrakten Begriff der Einwanderungsgesellschaft erlebbar machen und inklusiv gestalten.

• Kommunen als Orte gelebter Gemeinsamkeit in Vielfalt.

Daraus leiten sich für uns folgende Positionen ab:

Die jeweiligen Schwerpunkte werden in den folgenden Wochen vorgestellt. Wir hoffen auf zahlreiche Rückmeldungen und angeregte Diskussionen, denn letztlich fällen die Praktiker vor Ort das Urteil darüber, ob die Arbeit der Stiftung als hilfreich empfunden wird und auf fruchtbaren Boden fällt.

Über den Autor

Dr. Kirsten Witte, Jahrgang 1966 ist Leiterin des Programms LebensWerte Kommune. Nach ihrem VWL Studium arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin bis 1994 an der Uni Münster. Im gleichen Jahr promovierte...

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