Was passiert eigentlich, wenn Stadtentwickler offene Daten nutzen und damit einen Mehrwert schaffen? Das möchten wir gemeinsam mit der Stadt Moers mal ausprobieren und veranstalten dazu einen „Hackday“: wir laden Softwareentwickler (Hacker) ein und bitten sie, aus öffentlichen Datensätzen etwas „Neues“ zu basteln, eine App etwa. Was genau der Mehrwert sein könnte, das ruht noch in den jeweiligen Datensätzen und in der Kreativität der Hacker, die sich dort einbringen wollen. Der Termin für den Hackday ist das Wochenende vom 21. und 22. März 2015 in Moers. Hierzu sind alle Hacker eingeladen, die Interesse an Kommunalpolitik haben. Wir nennen das Projekt „Code for Niederrhein“, weil es auch eine Einladung an die umliegenden Kommunen von Moers beinhaltet und folgen dem Format von „Code for Germany“, die dieses Format gegründet haben.

Code for Germany ist ein Programm der Open Knowledge Foundation Deutschland in Partnerschaft mit Code For America. „Ziel des Programms ist es, Entwicklungen im Bereich Transparenz, Open Data und Civic Tech zu fördern. Gestartet ist das Programm im Februar 2014 mit der Gründung von Open Knowledge Labs in 8 Städten. Mittlerweile ist das Netzwerk auf 13 Labs gewachsen, in denen sich regelmäßig EntwicklerInnen, Designer und JournalistInnen treffen, die an nützlichen Anwendungen rund um Offene Daten arbeiten. Sie entwickeln Apps, die informieren, die Gesellschaft positiv gestalten und unterstützen und die Arbeit von Verwaltungen und Behörden transparenter machen.“ – so findet es sich auf der Homepage von Code for Germany.

Das Foto zeigt Softwareentwickler beim Programmieren.

Offene Daten – was ist das?

Bei „offenen Daten“ geht es im Kern um die Bereitstellung von Daten des öffentlichen Sektors, die von Politik und Verwaltung im Interesse der Allgemeinheit mit einer Nutzungslizenz zur weiteren freien Nutzung, zur Weiterverbreitung und zur Weiterverwendung zugänglich gemacht werden. Nutzen können diese Privatpersonen, Institutionen und Unternehmen. Ausgenommen hiervon sind personenbezogene Daten sowie Daten, die anderweitig schutzwürdig sind. Grob gesagt öffnen die Verwaltungen dazu ihre Aktenschränke und Schubladen und stellen der Öffentlichkeit Daten wie etwa Haushaltsdaten, Verkehrsdaten, Geodaten etc. zur Verfügung. Bisher aber stehen diese Daten kaum zur Verfügung, schon gar nicht in mensch- und maschinenlesbarer Art – ein neue Weg, wenn Verwaltungen Daten jetzt mehr und mehr öffnen. Die Idee dabei ist, dass offene Daten Transparenz und auch Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft fördern. Übrigens ist das nicht allein ein kommunaler Weg, die Öffnung findet auch auf Bundes- und Landesebenen statt.

Stadt Moers öffnet sich

Die Stadt Moers ist neben Köln und Bonn in Fragen der offenen Daten schon ausgesprochen fortschrittlich. Auf der Seite „Offene Daten Moers“ finden sich die grundlegenden Informationen dazu sowie auch die  10 Prinzipien für offene Daten analog der OpenKnowledgeFoundation, an denen sich der offene-Daten-Gedanke in Moers orientiert.

Wir stellen ebenfalls Daten aus dem Wegweiser Kommune für den Hackday zur Verfügung und freuen uns über mögliche Impulse zur Frage, wie der demographische Wandel „gestaltet“ werden kann.

In Kürze stellen wir dazu auch eine eigene Website zum „Code for Niederrhein“ zur Verfügung, auf der wir den Termin ankündigen und auch das Programm vorstellen. Hier können sich alle Interessierten auch anmelden.

Projekte entstanden aus Daten

Eindrucksvolle Beispiele für Projekte aus der Rohmasse von Offene Daten finden sich hier auf der Seite von „CodeforGermany“.

 

Foto: Anke Knopp

 

 

 

 

 

 

Über den Autor

Bis Oktober 2016 war sie Projektmanagerin im Programm „LebensWerte Kommune“ in der Bertelsmann Stiftung und schrieb im Blog rund um die Themen zu Digitalisierung, Industrie 4.0, Kommunalpolitik im weitesten Sinne,...

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