Blick auf einen langen Tisch, der draußen steht. An ihm sitzen viele Menschen unterschiedlicher Herkunft die sich unterhalten.
Foto: Fabian Melber

Weltoffene Kommunen in einer „offenen Gesellschaft“ – Statements gesucht

Der 17. Juni 2017 war ein großartiger Tag und ein deutliches Zeichen für (Welt-)Offenheit und den Zusammenhalt aller verschiedenen Bevölkerungsgruppen in unserer Gesellschaft. Der 17. Juni war der „Tag der Offenen Gesellschaft“. In der Initiative „Die offene Gesellschaft“ haben sich Bürger und zivilgesellschaftliche Akteure versammelt, um sich für ein friedliches Miteinander aller Bürger und die Achtung unserer grundgesetzlichen Freiheiten und Werte einzusetzen. Am Samstag, den 17. Juni, wurde an 457 Orten aufgetafelt. Vom Allgäu bis zur Ostsee, von Aachen bis Dresden wurde diskutiert, gelacht und gemeinsam gegessen. Es gab Diskussionen über die Entwicklung unserer Gesellschaft, wundervolle Begegnungen und kreative Ideen für zukünftige Aktionen. Mehr Impressionen finden sich unter diesem Link.

Auch einige (Ober-) Bürgermeister/innen haben sich bereits als Pioniere mit ihrem Statement der Offenen Gesellschaft angeschlossen.

Ein großes Ausrufezeichen. Im Ausrufezeichen ist zu lesen: Die Offene Gesellschaft
Die Offene Gesellschaft.

Es wird bald ein eigenes Feld auf der Website der Offenen Gesellschaft eingerichtet, wo sich Kommunen beziehungsweise Bürgermeister/innen, Oberbürgermeister/innen und Landräte eintragen können, um die „Weltoffenheit“ ihrer Kommune zu signalisieren und nachdrücklich zu betonen. Diesen Vorschlag unterstützen auch der Deutsche Städtetag sowie der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Also, wer immer auch diesen Blog liest: tragen Sie sich nicht nur unter „Freunde“ ein, um die Offene Gesellschaft zu unterstützen, sondern bitten Sie doch auch Ihre/n (Ober-) Bürgermeister/in, sich mit Foto und Statement der „Offenen Gesellschaft“ anzuschließen. Zeigen Sie Haltung!

Denn diese Initiative der Offenen Gesellschaft ist eine Antwort auf rechtspopulistische Stimmen und Tendenzen, die Gift für unser gesellschaftliches Klima sind. Die Offene Gesellschaft will der schweigenden Mehrheit der Menschen, die diese Werte achtet und lebt, eine öffentlichkeitswirksame Stimme geben. Dazu veranstalten die Bürger Diskussionen und Zusammenkünfte vor Ort und bekennen sich auf der Website zu unseren freiheitlichen Grundwerten. Unterstützer dieser Initiative sind neben verschiedenen Stiftungen, den kommunalen Spitzenverbänden unter anderem auch das Bundesfamilienministerium und die Deutsche Diakonie.

Auch im Rahmen des Projekts „Ankommen in Deutschland“ der Bertelsmann Stiftung wurde ein Plädoyer erarbeitet, um Haltung zu zeigen: Unsere Demokratie braucht offene Kommunen in einer offenen Gesellschaft! – ein weiterer Beitrag zur offenen Gesellschaft.

Deutschland hat in den letzten beiden Jahren – vielleicht noch mehr, als in den Jahrzehnten zuvor –  gezeigt, was in ihm steckt. Weit über eine Million Geflüchtete wurden seit 2015 bis heute in unseren Städten, Landkreisen und Gemeinden aufgenommen, versorgt, betreut. Bund, Länder und Kommunen rückten zusammen und überwanden miteinander bürokratische Hürden, eine Welle der Hilfsbereitschaft belebte eine Willkommenskultur vor Ort, die bislang ohne Beispiel für Deutschland ist. Altpräsident Joachim Gauck forderte angesichts der weltweiten Fluchtbewegung und der damit verbundenen Sorgen, dass „wir bleiben, was wir geworden sind: Ein Land der Zuversicht.“  Die Menschlichkeit, die Offenheit gegenüber Menschen, die zu uns fliehen müssen, sind bewiesen, die Zuversicht ist Fakt.

Also, machen Sie doch einfach mit: zeigen Sie Haltung für Weltoffenheit und die Offene Gesellschaft.

Über den Autor

Senior Projekt Managerin im Programm „LebensWerte Kommune“ der Bertelsmann Stiftung. Sie leitet das Projekt Ankommen in Deutschland zur Flüchtlingsintegration in Kommunen. Kern dieses Projektes ist die Prozessbegleitung zum Aufbau strategischer...

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