Das diesjährige KGSt-Forum in Dresden wurde gestern mit dieser Fragestellung eröffnet – und ich finde es sehr lohnenswert, weiter darüber nachzudenken. Nicht nur unsere Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren durch die zunehmende Digitalisierung verändert – auch unser privates Leben ist nicht zuletzt durch Smartphones und Tablets digitaler geworden. Viele Entwicklungen stecken sicher noch in den Kinderschuhen. Die ersten „Smart Homes“, Internetportale wie NetDoktor oder auch die „Dreck-weg-App“ der Stadt Dresden zeigen aber bereits ein breites Spektrum auf – was heute schon möglich ist und was morgen und übermorgen vielleicht sein wird.

Chancen und Risiken der Digitalisierung

Digitalisierung als Motor für Wachstum und Innovation stellte Matthias Kammer, Direktor des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI), mit vielen Beispielen in seinem Eröffnungsvortrag vor. Er verknüpfte daran aber auch die Abwägung des jeweiligen Nutzens und damit verbundenen Risikos und nicht zuletzt die Fragen danach, wer die Regeln im Netz macht, wer Verantwortung übernimmt und welche Werte aus der analogen in die digitale Welt übertragen werden können. Beantworten konnte und wollte Matthias Kammer diese Fragen nicht, plädierte aber dafür, diese Diskussion – gerade auch auf kommunaler Ebene – zu führen. Er könne sich auch nicht vorstellen, wie unser digitales Leben in 10 Jahren aussehen wird, klar sei für ihn aber, dass die Digitalisierung gravierende technische, wirtschaftliche und soziale Veränderungen im Zusammenleben und Arbeiten in unseren Städten und Gemeinden mit sich bringen wird. Der Dreiklang „Verstehen  – Hinterfragen – Orientieren“ sollte dabei den Diskussionen zu Digitalisierung, Big Data & Co  immer zu Grunde liegen.

DIVSI und der Think Tank iRights.Lab stellen im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes die Frage, ob Deutschland einen digitalen Kodex braucht – ich bin gespannt, auf die weiteren Diskussionen dazu in unseren Projekten, Stiftungen und nicht zuletzt in den Kommunen.

Über den Autor

Senior Project Manager im Programm „LebensWerte Kommune“ der Bertelsmann Stiftung. Petra Klug hat Germanistik, Soziologie, Berufs- und Wirtschaftspädagogik sowie Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit studiert. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte sind: Demografischer Wandel und Digitalisierung, Smart...

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