Blick auf ein Dorf in einem Tal bei untergehender Sonne
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Wir aktualisieren wieder unsere Praxis-Datenbank „Demographie konkret“ im Wegweiser Kommune. In verschiedenen Themenbereichen stellen wir Projekte vor, die erfolgreiches Handeln auf der kommunalen Ebene im Kontext demographischer Veränderungen aufzeigen. Da kommen viele bewährte Schätze zum Vorschein, aber auch ein paar überholte, oft schon selbstverständlich gewordene Ansätze…

Es gibt auch immer wieder neue spannende Projekte in Kommunen, die für die vielfältigen Herausforderungen z.B. bei der Integration von Geflüchteten und im Demographischen Wandel innovative Lösungsansätze aufzeigen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Digitalisierung.

Warum eine Gute-Praxis-Datenbank?

Mit der Vorstellung der Projekte im Wegweiser-Kommune.de möchten wir Sie inspirieren und Ihnen die Vernetzung mit anderen kommunalen Akteuren vereinfachen.

In den kurzen Artikeln geben wir einen groben Überblick über die Projekte und Konzepte:

  • Was charakterisierte die Ausgangslage in der Kommune oder Gesellschaft im Hinblick auf das Projekt? Welche Initialzündung gab es für den Prozess?
  • Welche Ziele sollen mit dem Projekt erreicht werden? Gibt es übergeordnete Zielsetzungen?
  • Wie ist man vorgegangen um die gesetzten Ziele zu erreichen? Wer war oder ist an der Umsetzung beteiligt?
  • Welche Erfolge wurden erzielt?

Am Ende der Gute-Praxis-Artikel finden Sie weiterführende Links und meistens einen direkten Ansprechpartner in der Kommune.

Die Praxis-Datenbank richtet sich an kommunale Entscheider in der Politik und im Management sowie an alle interessierten kommunalen Akteure. So stellt der Wegweiser Kommune z.B. auch für Journalisten und Bürger eine wichtige Ressource dar, um sich aktiv in die Gestaltung des demographischen Wandels vor Ort einzubringen.

Welche Projekte wählen wir aus?

In erster Linie geht es uns um die Idee. Alle praxisnahen Ansätze, die die großen kommunalen Herausforderungen adressieren sind für uns interessant. Dabei spielt es keine Rolle, wer Initiator oder Träger ist: Verwaltung, Politik, Bürger/Vereine, Bildungseinrichtungen oder Unternehmen. Alle sind Teil der Kommune und können die Verwaltung bei der Erfüllung ihrer gesellschaftlichen Aufgaben entlasten. Wir glauben auch, dass viele der von uns vorgestellten Ideen und Ansätze wenigstens in Teilen auf andere Bereiche übertragbar sind.

Besonders freuen wir uns, wenn uns Kooperationspartner oder andere engagierte Menschen Hinweise auf innovative kommunale Projekte geben. Dabei sind die wichtigsten Themen natürlich immer die, die die Gesellschaft in Deutschland und der Welt gerade stark bewegen: zurzeit also Geflüchtete und Integration sowie Digitalisierung und Demographischer Wandel.

Kennen sie ein innovatives Projekt in Ihrer Kommune? Geben Sie uns gerne einen Hinweis: *protected email*

Was hat Apfelernte mit kommunaler Integrationsarbeit zu tun?

Ein Beispiel für Projekte, die von Bürgern getragen werden, die die großen kommunalen Herausforderungen adressieren und hier erfolgreich die Kommunen bei ihren Aufgaben ergänzen, ist die Arbeit des AK Asyl in Benningen.

Hier wird konkrete Integrationsarbeit auf verschiedenen Ebenen geleistet: Die Geflüchteten arbeiten bei der Streuobsternte mit Einheimischen zusammen. Der Erlös des Saftes aus den selbstgeernteten Äpfeln wird für die Finanzierung der eigenen Sprachkurse und z.B. Zugtickets eingesetzt. Damit erleben die Geflüchteten Selbstwirksamkeit. Es erhalten auch diejenigen einen Sprachkurs, denen das Jobcenter keinen finanziert. Und ganz nebenbei werden die Benninger Obstwiesen gepflegt und genutzt. Damit wird seit 2014 ein konkreter wichtiger Beitrag zur kommunalen Integrationsarbeit in Benningen geleistet.

Die Idee ist so erfolgreich, dass der Vorsitzende des AK Asyl Benningen e.V., Karlheinz Hassis im Zuge der diesjährigen Aktualisierung berichtete: „Es gibt zwischenzeitlich in der Gegend unter den „Arbeitskreisen Asyl“ viele Nachahmer, weshalb sich der Verkauf des Apfelsaftes immer schwieriger gestaltet.Karlheinz Hassis und wir werten das als Erfolg.

Faule User wie wir – Schäden melden und Apps installieren

Ein neues Projekt in unserer Datenbank ist der Mängelmelder für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Endlich mit einer App alle Schäden überall melden.

Für jede Stadt, in der man sich aufhält und wo man einen Schaden melden will, eine eigene App installieren oder gar auf eine Website gehen müssen? Das ist eine Hürde, die durch den Mängelmelder.de elegant umgangen wird.

Wir, als Nutzer, können an jedem Ort in den drei Ländern unsere Meldung losschicken. Die App erkennt unseren Standort. Die Meldung wird direkt an die jeweilige Kommune weitergeleitet und das nicht nur an teilnehmende Kommunen, sondern alle. Und zwar so simpel wie genial: Teilnehmende Kommunen bekommen die Meldung direkt vom System, nicht-teilnehmende Kommunen werden einfach via zentrale Mail-Adresse über unsere Meldung informiert. So entfällt für uns das lästige Suchen nach Melde-Apps oder Email-Adresse.

Die Kommune kann per Klick rückmelden, wenn das Anliegen bearbeitet wurde. Das ist dann im Mängelmelder direkt einzusehen. Einfach und transparent.

Stöbern Sie weiter in unserer kommunalen Gute-Praxis-Datenbank

In unregelmäßigen Abständen erscheinen neue Projekt-Beispiele in der Gute-Praxis-Datenbank des Wegweiser Kommune. Einige sind noch in der Pipeline und werden in den nächsten Monaten online gehen.

Und lassen Sie sich nicht irritieren: die Aufräumarbeiten sind noch im Gange.

Über den Autor

Betreut das Portal „Wegweiser-Kommune.de“ der Bertelsmann Stiftung und ist stets auf der Suche nach guten Praxisbeispielen für den Wegweiser und verfolgt die Frage: „Wie kann man Ideen zur Gestaltung des...

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